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Die Fluglärmsituation in Bad Vilbel

Die Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nord-West am Fraport fand Oktober 2011 statt.  Dafür wurde bereits im März 2011 der Korridor des sogenannten nördlichen Gegenanfluges soweit nach Norden verschoben, dass Bad Vilbel ungefragt - aber deutlich hörbar - exakt unter diesen Anflugkorridor befördert wurde.  Zusätzlich verläuft bei Ostbetrieb (25% des Jahres) die nördliche Abfluglinie für grosse Maschinen (Nord-Abflug 07-lang) über den Ostteil der Stadt, die zudem durch immer häufigeres Abbiegen nach Westen mittlerweile alle Stadtteile verlärmen.  Das Resultat an einem einzigen Tag mit zeitweise West- und Ostbetrieb zeigt dieses Bild von Echtzeit-Radar-Flugspuren:

 

Die Mindestflughöhe im nördlichen Anflugkorridor - also auch über Bad Vilbel - wird jetzt mit 1500 Meter (5000 Fuss) angegeben. Davon muss der ihn unterkreuzende Abflug 07-lang mindesten 300 Meter Höhendifferenz nach unten einhalten. Das bedeutet, dass die Abflieger höchstens bis 1200 Meter Höhe fliegen können. Beobachtungen zeigen aber leider, dass dabei auch unter 1000 Meter geflogen wird, was den Ostteil der Kernstadt erheblich verlärmt. Zusätzlich biegen viele Abflieger noch über der Kernstadt nach Westen ab, so dass fächerförmig faktisch die ganze Stadt einschliesslich Massenheim niedrig überflogen wird.


Erschwerend kommt hinzu, dass der Abflug 07-lang offensichtlich generell zu weit westlich geflogen wird. Die offiziellen Radar-Flugkarten zeigen einen S-N-Verlauf deutlich östlich von der Kernstadt. Tatsächlich beobachtet man, dass fast alle Abflieger auf einer Linie etwa 2,5 km zu weit westlich liegen und damit vor allem den Ostteil Vilbels verlärmen.    

   

Da nach Beobachtungen von Frankfurtern für den Abflug Nord-07-kurz, der über Frankfurt verläuft, exakt die gleiche Abweichung zutrifft, liegt hier offenbar ein systematischer Fehler bei der Korrelation der Radarflugkarten mit den geographischen Karten vor. Dieser Umstand wurde der DFS berichtet, ohne dass man darauf reagiert hat. Wir werden dies dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) bekannt machen und nachhaken. Für Vilbel würde die sorgfältige Einhaltung der Soll-Linie des Abfluges 07-lang, also ausserhalb der Kernstadtgrenze, eine erhebliche Lärmminderung von schätzungsweise 60-70% bei Ostbetrieb bedeuten.


Die Lärmkurven. Was erwartet uns in Bad Vilbel.

In einer krassen Fehlentscheidung der Politik zum Bau der NW-Landebahn wurde FRAPORT geographisch nun endgültig zum Stadtflughafen. Innerhalb der roten Linie sind Siedlungsbeschränkungen erlassen worden, d.h. ein weiterer Wohnausbau ist ausgeschlossen. Was aber passiert mit den Menschen, die jetzt schon innerhalb dieser Linie wohnen?  Wenn die vehementen Befürworter des FRAPORT-Ausbaus innerhalb dieser Linie wohnen müssten, gäbe es jetzt bereits ein unangefochtes Nachtflugverbot und grosszügige Umzugsregelungen. Diese grossen Gebiete würden offen als unbewohnbar eingestuft. 
Bad Vilbel liegt da knapp ausserhalb, mit einem zu erwartenden Dauerlärmpegel von 45-46db(A), der die Lebensqualität und den Wohnwert in unserer Stadt erheblich reduzieren wird. Von den gesundheitlichen Effekten ganz zu schweigen.

 

 

Hier eine Gesamtdarstellung des Flugbetriebs um den  FRAPORT: PDF-Presentation

 

(c) Website der Bürgerinitiatve Bad Vilbel Minus Fluglärm.